Eincremen und Einreiben

3. Dezember 2020

Was uns im Moment intensiv herausfordert ist das Fehlen von Berührung und (Körper-) Kontakt.

Sich bewusst selbst zu berühren und den Kontakt mit der eigenen Haut zu kultivieren, ist ein Akt der Selbstliebe und eine Würdigung unseres leiblichen Seins.

Das Eincremen eignet sich dazu, die Wahrnehmung zu schulen: Wo ist meine Aufmerksamkeit? Bei der haptischen Empfindung meiner Hand oder beim taktilen Eindruck meiner Hand auf meiner Haut? Das Schließen der Augen kann das Spüren intensivieren und den Genuss erhöhen. Auch der Geruch und die Konsistenz der Creme, des Öles, der Lotion ist nicht unwesentlich. Finde ein Produkt, dessen Geruch dich anspricht und dich glücklich macht. Besorge ein gutes Basisöl (Sesamöl, Mandelöl, Avocadoöl, Aloeveraöl,…)und aromatisiere es selbst mit ätherischen Ölen. Lass deine Nase wählen, lies über Wirkung von ätherischen Ölen nach. Verabschiede dich von 0815- Düften und sei neugierig, wie sich der Geruch auf deiner warmen Haut verändert.

Manchmal oder für manche Menschen reizvoller, ist der intensivere Taktilreiz beim Einreiben, Abreiben oder Bürsten. Ein Leinentuch, ein Waschlappen, eine Bürste macht uns unsere Grenze und unsere Oberfläche ganz bewusst. Es fördert die Durchblutung und lässt uns aktiviert, wach und belebt in Kontakt mit der Welt treten.